Emotionen & Wohlbefinden
In 3 Schritten aus dem Produktivitätstief
- oder auch nicht
Manchmal geht einfach gar nichts mehr. Du steckst in einem produktiven Tief und obwohl du bis über den Kopf mit dringenden und wichtigen Aufgaben eingedeckt bist, tust du gar nichts. Na ja, fast nichts. Du machst dir vielleicht den ganzen Tag lang Gedanken darüber, was für ein Idiot du doch bist und wieso du nicht endlich einmal deinen Arsch in Bewegung setzt und mit irgendeiner Aufgabe anfängst.
Du bist total blockiert. Was soll man in so einer Situation tun?
Jeder der so etwas ähnliches schon einmal erlebt hat weiss, wie unangenehm so eine Situation sein kann. Man möchte, aber man kann nicht. Man bringt es einfach nicht fertig auch nur eine einzige der vielen Aufgaben zufriedenstellend zu bearbeiten. Man wird wütend auf sich selbst und die Wut und das Unverständnis gegenüber der eigenen Person wird mit jeder Stunde die man verstreichen lässt grösser.
Folgende Schritte können vielleicht helfen.
- Das Tief als normale Phase die vorübergeht erkennen und akzeptieren
Du bist momentan gerade unten und es scheint alles ziemlich auswegslos. Die gute Nachricht: Es wird auch wieder nach oben gehen. Es geht zwangsläufig immer auf und ab, eine Art Wellenform.
Wahrscheinlich hilft dir dieser Gedanke nicht wirklich um deine Untätigkeit zu überwinden, aber es kann helfen, dir vor Augen zu führen, dass es zwangsläufig auch mal wieder besser laufen wird.
Nun zu eher praktischen Hilfestellungen, die dir helfen können, dich aufzuraffen. - Abstand gewinnen
Mach einen Spaziergang, nimm ein Bad oder eine Dusche, meditiere oder mache Entspannungsübungen, gönn’ dir einen Power nap oder tu dir sonst etwas Gutes. Ziel: Abschalten und sich erstmal beruhigen. Vielleicht sieht dann schon alles ganz anders aus und du hast neue Kraft geschöpft. Wenn nicht: - Hilfe beiziehen!
Lass dir Helfen - alleine ist es schwer bis unmöglich, sich aus einer wirklich festgefahrenen Situation zu befreien und von selbst mit etwas zu beginnen. Du brauchst Starthilfe. Bitte jemanden, dich anzuspornen und dich zu “zwingen” loszulegen, in welcher Form auch immer.
Wenn auch gutgemeinte Motivationsversuche deiner lieben Mitmenschen nichts mehr bewirken können und sich deine Laune weiter verschlechtert, ist das auch kein Weltuntergang. Einfach weiterlesen.
Wenn alles nichts hilft, gibt es nur eins: Ertrage die Situation und versuche, sie mit Fassung zu tragen. Verschiebe alle deine Pläne auf Morgen und verbring den Rest des Tages damit wonach dir gerade ist, was auch immer das sein mag. Es tritt gewissermassen wieder Punkt 1 in Kraft. Denke daran dass diese Phase vorbei und die Welt nicht untergehen wird, nur weil du heute einen schlechten Tag hast. Versuche abzuschalten und dich zu regenerieren. Früher oder später - meist schon früher als man denkt - schwimmt man wieder oben auf der Welle und alles scheint leicht von der Hand zu gehen.
Es ist das ewige und sehr zuverlässige “Auf und Ab”, das ich gerne immer wieder und in jedem Zusammenhang erwähne und das mir an schlechten Tagen Mut macht und mich an guten Tagen auf dem Teppich bleiben lässt.
Ich finde es eine bewundernswerte und geniale Leistung unseres Körpers, sich auch an widrige Umstände anzupassen und immer wieder in eine Art Gleichgewicht oder Grundzustand zurückzufinden. So wie uns ein übertriebener Geldgewinn nicht so glücklich und unbeschwert macht, wie man es erwarten würde, genau so wenig führen auch harte Schicksalsschläge dazu, dass wir danach unser Leben lang nur noch traurig und deprimiert sind.
Das ist gut so. Von oben wird es wieder nach unten gehen - genau so wie es von unten wieder aufwärts geht. Das Auf und Ab ist gegeben, was variieren kann sind die Zeitintervalle der einzelnen Phasen, oder - um bei der Wellenmetapher zu bleiben - die Wellenlänge.
Oder wie es mein Lieblingskabarettist Dr. Eckart von Hirschhausen einst so schön auf den Punkt gebracht hat: “Mal bist du die Taube, mal das Denkmal.” ![]()
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