Effektiv Produktiv
Nicht ohne mein Whiteboard!

11. September 2008

Den ersten themenbezogenen Beitrag widme ich meinem Whiteboard. Schon in meiner Schulzeit hatten mich diese weissen Tafeln, auf die man mit bunten Filzstiften schreiben und dann alles einfach und schnell wieder wegwischen konnte irgendwie fasziniert. Ich liebte es, auf der glatten Oberfläche rumzukritzeln und irgendwelche Dinge aufzuzeichnen. Das war wohl auch der Grund, warum ich mir damals mit ungefähr zwölf Jahren mein erstes Whiteboard gekauft hatte, denn einen richtigen Nutzen neben dem Spassfaktor und vielleicht ab und zu einer kleinen Notiz hatte diese Tafel für mich noch nicht.
Das änderte sich aber mit fortschreitendem Alter und somit immer mehr Bedarf an Organisation und Planung schlagartig. Heute, als Student mit Nebenjob und Hobbyschreiber würde ich dieses nützliche Tool um keinen Preis mehr hergeben. Lasst mich euch die wichtigsten Verwendungszwecke des persönlichen Whiteboards vorstellen:

Kreativität / Ideenfindung / Mindmap / Brainstorming
Wenn es darum geht neue Ideen zu entwickeln ist das Whiteboard die perfekte Unterstützung. Man hat viel Platz und verschiedene Farben zur Verfügung. Man kann sich also so richtig austoben und einfach drauflosschreiben und zeichnen. Wenn einem etwas nicht gefällt, wird es kurzerhand weggewischt. Ich nutze das Whiteboard also auch heute noch - wie damals mein erstes Whiteboard - als kreativen Spielplatz. Heute jedoch etwas zielorientierter, aber das Prinzip ist dasselbe.

Zielfindung / Entscheidungsfindung / Pro und Contra Listen
Wenn ich mir Fragen stelle wie “Was will ich eigentlich? Welches ist die bessere Alternative? Welchen Weg soll ich einschlagen? Was ist mein Ziel?”, dann nehme ich regelmässig mein Whiteboard zu HIlfe. Ich arbeite mich dann z.B. über Prioritätenlisten oder Pro- und Contralisten zu den Antworten auf meine Fragen hervor.

Wichtige Notizen
Als Alternative zu den bekannten Post-It-Zetteln schreibe ich wichtige Kurznotizen oft an mein Whiteboard. Da weiss man immer wo die Sachen stehen und es gehen keine Zettel verloren.

Motivationssprüche
Ab und zu schreibe ich mir gerne eine Art Motto, ein motivierendes Zitat oder eine Durchhalteparole an die Tafel. Jedes mal wenn ich einen Blick darauf werfe, fällt es mir wieder etwas leichter mich zu motivieren und “das Ding” durchzuziehen.

Tagesplan / Wochenplan
Termine lassen sich auf dem Whiteboard unkompliziert ausradieren und schnell umplatzieren. Man hat stets einen aktuellen, editierbaren Wochenpan vor sich, auch wenn der Computer gerade ausgeschaltet ist und sich der Papierkalender/das Smartphone/Wasauchimmer gerade irgendwo anders befindet.

To-Do-Liste
Das Whiteboard ist auch für klassische Aufgabenlisten ideal geeignet. Die Liste befindet sich immer am selben Ort und bietet reichlich Platz. Die erledigten Aufgaben können leicht ausgeputzt werden, wobei bei jedem Wisch nicht nur eine weisse Stelle auf dem Brett, sondern auch das gute Gefühl wieder etwas erledigt zu haben übrig belibt.

Magnetwand
Das Whiteboard ist magnetisch. Eine Eigenschaft, die man nutzen sollte. Sei es als Zwischenlager für Visitenkarten, Notizzettel,  ausgedruckte Listen und Pläne, die man beim Verlassen des Hauses mitnehmen muss oder für andere wichtige Dokumente, die nicht irgendwo rumflattern sollen. Ich empfehle jedoch sehr, die Zettelchen etc. regelmässig vom Whiteboard zu entfernen und die Magnettafel wirklich primär nur als Zwischenablage oder Zettel-Eingangs-Sammelstelle zu nutzen. Nur das Aktuelle und Wichtige gehört auf das Brett.

Gedankenlistung
Ich schreibe regelmässig, meistens abends vor dem ins Bett gehen, spontane Gedanken, Ideen, Probleme und alle anderen möglichen und unmöglichen Dinge die mich irgendwie beschäftigen stichwortartig auf. So kriege ich meinen Kopf leer und es fällt mir leichter zu entspannen, mich auf anderes zu konzentrieren und schlussendlich einzuschlafen, ohne andauernd meine Gedanken andauernd um irgendwelche Fragen und Probleme kreisen zu lassen.
Etwas später schaue ich mir dann jeweils an, was ich da von mir gegeben habe. Was mir immer noch wichtig scheint, übertrage ich auf eine Liste und beschäftige mich weiter damit. Viele kleine Sorgen die sich ‘von selbst’ erledigt haben kann ich erleichtert streichen. Dieses System wende ich übrigens auch ab und zu in ausführlicherer Form auf Papier an, ich werde sicher mal noch einen detaillierteren Beitrag dazu verfassen und euch mein Vorgehen ausführlich vorstellen.

Fazit
Dies sind also die Hauptaktivitäten, für die ich mein Whiteboard nutze. Natürlich könnte man die meisten der genannten Aktivitäten auch mit einem Stück Papier und einem Stift erledigen. Ich bevorzuge aber wenn immer möglich das weisse Brett. Viel Platz, einfaches editieren, kein Zettelverlegen und nicht zuletzt das Sparen von Papier sprechen meiner Meinung nach dafür.

Na, überzeugt? Schon für rund 20€ seit ihr dabei. Einfach mal im nächsten Bürowarenfachhandel vorbeischauen. Eine Investition, die sich sicher für jedes Homeoffice, Studier- oder Kreativzimmer lohnt.

Zum Schluss noch ein paar Tipps zum Umgang mit euren Lieblingen:

  • Nur speziell gekennzeichnete Whiteboard-Marker verwenden! Sonst ist es schnell vorbei mit dem leichten abwischen.
  • Falls die Tafel nach regem Gebrauch nicht mehr in vollem weissem Glanz erstrahlt, könnt ihr sie anstatt mit dem trockenen Schwamm einmal mit ein wenig Glasreiniger und Haushaltspapier abwischen, danach sieht sie wieder wie neu aus.
  • Befestigt die Tafel an einer gut erreichbaren Stelle und auf einer Höhe, die euch zum Schreiben angenehm ist. Zu starke Streckungen und Verrenkungen mindern den Spass.
  • Wenn nach einem grösseren Projekt eine längere Pause oder ein Urlaub ansteht: Geniesst es, euer gesamtes Whiteboard leerzuwischen, so dass es (wenn wohl auch nur für kurze Zeit) völlig unbefleckt daher kommt. Die Leere auf dem Brett lässt einem mit dem Projekt richtig abschliessen und führt zu einer Art angenehmen “Leere” im Kopf.

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  • Kommentare:

    Kommentare (3) zu “Nicht ohne mein Whiteboard!”

    1. Reto am 24. September 2008 um 19:51

      Aja, dis Whiteboard…

      Vellecht isch das en Wäg um mim kreative Zättelichaos z entcho. :-)

      Wo chauft mer das?

    2. Admin am 26. September 2008 um 07:01

      Whiteboard kaufen:
      - Speziell für Reto: hier habe ich mein aktuelles Modell gekauft. War etwas günstiger und gefiel mir optisch besser als mein erstes Modell aus dem Manor. :cool: )

      - Für den Rest der Welt: In jedem guten Bürofachgeschäft. :-)

    3. Notiz an mich selbst… - Anregungen zur Selbstmotivation | Organisiert.ch am 31. März 2009 um 08:09

      [...] Schreib deine Botschaften an dein Whiteboard [...]

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